Google vs. Bing

Geschrieben von Alex am 18. June 2009 | Abgelegt unter Suchmaschinen

Was macht den Microsoft da? Klar die Marke Bing.com ist schon ein paar Wochen alt, aber hatte Microsoft nicht die Marke namens Live erst vor ein paar Jahren ins Leben gerufen. Komisch, so ein richtiges Image konnte man da garnicht erkennen. Ich habe einmal bing.com mit der momentan führenden Suchmaschine Google verglichen. Hier sind die Ergebnisse:

Keyword-Vergleich (Google [Alexa Rank: 1] vs. Bing [Alexa Rank: 111])

  1. Google | Google: 2.520.000.000 Results | Bing: 209.000.000 Results
  2. Bing | Google: 47.200.000 Results | Bing: 4.900.000 Results
  3. Web2.0 | Google: 24.900.000 Results | Bing: 842.000 Results
  4. Iran | Google: 408.000.000 Results | Bing: 84.600.000 Reults
  5. Science | Google: 775.000.000 Results | Bing: 596.000.000 Results
  6. Shopping  | Google: 1.330.000.000 Results | Bing: 1.320.000.0o0 Results
  7. Sex | Google: 735.000.000 Results (gefiltert) | Bing: 0 Results (Anfrage wurde nicht bearbeitet)
  8. Auto | Google: 1.090.000.000 Results | Bing: 593.000.000 Results
  9. Physics | Google: 113.000.000 Results | Bing: 43.600.000 Results
  10. News | Google: 3.320.000.000 Results | Bing: 1.740.000.000 Results

Damit geht google.com mit einem 10:0 Sieg vom Platz. Bing.com scheint einfach noch nicht dafür reif zu sein oder ist einfach nicht gut genug. Natürlich ist aus Suchmaschinensicht eher die Qualität als die Quantität relevant, dennoch lässt sich über Quantität auch eine bessere Qualität erreichen.

Aber bing.com hatte noch andere Startschwierigkeiten. So konnte man etwa pornografische Inhalte über bing.com direkt abspielen lassen, was natürlich anhand des selben Hosts nicht als “pornografischer Inhalt” von dafür zuständigen Filtern erkannt wurde. Dieses Problem wurde von Microsoft aber sehr schnell gefixt. Pornografische Inhalte sollen jetzt über eine eigene Domain “explicit.bing.com” geleitet werden und somit besser filterbar sein. (via: futurezone.orf.at) Das Problem des Bing-Filters ist wiederum, dass es sehr viele Begriffe die nicht wirklich pornografisch angehaucht sind, filtert, die somit nicht angezeigt werden.

Bing.com, das bereits jetzt viel besser abschneidet als der Vorgänger Live Search, erreichte an einigen Tagen laut StatCount mehr Prozente aller Suchanfragen als Yahoo!. Dabei kamen beide aber nicht über 8% hinaus. Einsamer Spitzenreiter ist weiterhin google.com mit durchschnittlich 87,6 %. Microsoft ist damit auf dem Suchmaschinenmarkt wieder mittelmäßig gut angekommen, allerdings sollte man versuchen, sich einer Marke richtig anzunehmen und dieser ein richtiges Image zu verpassen. Der Vorgänger Live Search ist für mich genauso gesichtslos wie bing.com. Vielleicht erkennt Microsoft das Problem und arbeitet am Image. Immerhin gab man 80 Mio. Euro Werbebudget für die neue Suchmaschine aus. Da kann man doch einiges erwarten.

Ein Versprechen von Microsoft war auch, die Daten strukturierter als in bisherigen Suchmaschinen darzustellen. Dieses Feature erinnert ein wenig an die Wolfram-Suchmaschine. Passend zur Suche werden relevante Daten zum Suchbegriff tabellarisch anzeigt. Desweiteren werden verschiedene Kategorien passend zur Anfrage in der Sidebar dargestellt. Im Moment werden viele intelligente Funktionalitäten nur in der amerikanischen/englischen Version der Suchmaschine angeboten.

Ich finde, dass bing.com eine ernstzunehmende Alternative zu google.com sein wird, die sich aber nur durch kontinuierliche Arbeit an Image und Code etablieren wird. Außerdem ist es für die User natürlich das Beste, wenn es wieder einen ausgeglichenen Markt gibt, denn das bedeutet gesunde Konkurrenz und mehr Innovation.

Anhang:

2 Kommentare zu “Google vs. Bing”

  1. am 24. June 2009 um 12:02 am 1.Jenny schrieb …

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  2. am 28. June 2009 um 10:42 am 2.Mr.C schrieb …

    Finde deine Suchbegriffe alles andere als gut gewählt und wenig aussagekräftig. Zumal die meisten Webseiten eh für Google optimiert sind und ich es wenig verwunderlich finde, dass daher bei so tollen Suchbegriffen wie “News” da einfach mehr rauskommt.

    Ich persönlich hätte hier differenziertere Suchbegriffe erwartet und dann auch ein Vergleich das Qualität.

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